Nickel-Basislegierungen für höchste Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit

In vielen Bereichen der chemischen Verfahrenstechnik und der Umwelttechnik reicht die Korrosionsbeständigkeit der üblichen hoch legierten Edelstähle nicht mehr aus. Ein Ausweg ist der Einsatz von Nickelbasislegierungen.

Nickelbasislegierungen sind im Prinzip dadurch gekennzeichnet, dass ihre Grundmasse aus Nickel besteht. Gegenüber Eisen als Grundmasse bietet Nickel zwei große Vorteile. Der eine ist, dass Nickel selbst bereits ein korrosionsbeständiger Werkstoff ist. Der zweite ist das gute Lösungsvermögen von Nickel für andere für die Korrosionsbeständigkeit wichtige Elemente wie Chrom, Molybdän und Kupfer. Die Entwicklung der Nickelbasislegierungen folgte den Anforderungen des Marktes, der immer anspruchsvoller wurde und sich zugleich ausweitete. Zu den ursprünglichen Anwendungsbereichen in der chemischen Verfahrenstechnik und Düngemittelindustrie kamen bald die Petrochemie, die Lebensmittelverarbeitung, die Meerestechnik und in den letzten Jahren in steigendem Maße die Umweltschutztechnik. Ein weiterer Impuls kam von den Fortschritten bei der metallurgischen Verfahrenstechnik, die es erlaubte, kostengünstig immer reinere und damit duktilere, beständigere und besser schweißgeeignete Werkstoffe zu erzeugen.


Hoch korrosionsbeständige Mischerschaufel aus GNiMo17Cr (Hastelloy C-4, W.-Nr. 2.4686).
Bild: Edelstahlwerke Schmees, Langenfeld/Pirna

Die Werkstoffentwicklung erfolgte in den Labors zahlreicher Hersteller. Deshalb gibt es heute eine Vielzahl verschiedener Bezeichnungen, bei denen es auf den ersten Blick nicht immer klar ist, ob es sich um einen bestimmten Werkstoff, einen Werkstofftyp oder ein Produkt handelt. Oft werden auch Gusswerkstoffe mit dem Namen des entsprechenden Knetwerkstoffes bezeichnet. Die meisten Nickelbasislegierungen haben deutsche Werkstoffnummern und Kurzzeichen, aber in der Regel bezieht man sich auf die in den Prospekten und Werkstoffdatenblättern der Hersteller und Lieferanten angegebenen Werte. Die wichtigsten Werkstoffsorten, ihre Eigenschaften und Anwendungsgebiete werden im Heft 3/2008 der Zeitschrift "konstruieren + giessen" vorgestellt und kommentiert. Das kann kostenfrei im BDG-Informationszentrum, Düsseldorf, unter Tel. 0211/6871-223, Fax 0211/6871-361 oder E-Mail: info@bdguss.de bezogen werden.

Schlagworte: Legierungen, Guss, Formteile

http://www.bdguss.de

Quelle: Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, D-40237 Düsseldorf

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