Neue Hightech-Verbundmaterialien und Leichtbauteile für Zukunftsmärkte

Neue textile Prozesse und Anlagen erleichtern die Herstellung von Hightech-Verbundmaterialien und innovativen Leichtbauteilen für vielfältige Anwendungsgebiete. In der Chemnitzer Textil- und Maschinenbauregion existiert ein einzigartiges Cluster, in dem Forschungs-, Herstellungs- und Ausbildungskapazitäten auf dem Gebiet dieser Zukunftswerkstoffe gebündelt sind.

Jüngstes Beispiel erfolgreicher Kooperation ist eine neue Faserspreizanlage zur Herstellung von Ausgangsmaterialien für Hightech-Leichtbauteile, die gemeinsam vom Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen und der Karl Mayer Malimo Textilmaschinenfabrik, Chemnitz, entwickelt wurde. Beide Partner stellten Prinzip und Wirkungsweise auf der 13. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung am 14./15. März an der TU Chemnitz vor.

 „Wir sind damit der kostengünstigen Großserienproduktion von Faserverbundmaterialien wieder ein ganzes Stück näher gekommen. Diese Composites spielen beispielsweise eine wichtige Rolle bei der Gewichtsreduktion von Kraftfahrzeugen und damit für die Senkung des Spritverbrauchs“, erläutert Prof. Dr. Lothar Kroll, Direktor des Cetex Instituts und Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz. „Unsere Faserspreizanlage ermöglicht jedoch nicht nur eine effektivere Herstellungsweise sondern vor allem eine gleich bleibend hohe Produktqualität. Das ist sehr wichtig, da an Composites, zum Beispiel im Flugzeugbau, maximale Sicherheitsanforderungen gestellt werden.“


Gespannt verfolgen sie gemeinsam den Probelauf der neuen Faserspreizanlage
zur Herstellung textiler Halbzeuge für Hightech-Leichtbauteile: (v. l.) Alexander Wegner
und David Forberig von der Karl Mayer Malimo Textilmaschinenfabrik, Chemnitz,
sowie Astrid Kirchberg und Frank Vettermann vom Cetex Institut. Foto: Wolfgang Schmidt

Die von den Cetex-Forschern konzipierte und gemeinsam mit den Partnern von Malimo gebaute Anlage ist in der Lage, bis zu 50000 Einzelfäden (Filamente) von je 7 Mikrometer Durchmesser zu einem 600 Millimeter breiten Endlosfaserband zusammenzufassen und in einheitlicher Laufrichtung aufzuspreizen. Die somit erzeugten Endlos-Karbonfaserbänder werden anschließend in einer Multiaxial-Wirkmaschine mit Polyester-Fäden „vernäht“. Auf diese Weise entstehen Halbzeuge (Preforms) für Bauteile wie Autokarosserien oder Rotorblätter von Offshore-Windkraftanlagen Anwendung.

Schlagworte: Leichtbau, Produktionstechnik

http://www.leichtbau.tu-chemnitz.de

http://www.cetex.de

http://www.karlmayer.com

Quelle: TU Chemnitz, Institut für Strukturleichtbau

Schreibe einen Kommentar