FVK-Instandsetzer: Reparaturen von Faserverbundkunststoffen erfordern qualifiziertes Personal

Das Kunststoff-Kompetenzzentrum des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen ergänzt zukünftig sein Weiterbildungsangebot um den Lehrgang zum Faserverbundkunststoff-Instandsetzer (FVK-Instandsetzer). Der Fokus dieser Weiterbildung liegt gezielt auf der Wiederherstellung der vollen Funktionalität von FVKBauteilen und umfasst verschiedene Reparaturmethoden. Auf der Fachmesse Composites Europe vom 27. bis zum 29. September 2011 in Stuttgart (Halle 4, Stand D 03) können sich die Besucher über das neue Angebot informieren.

Erneuter Lagenaufbau bei der Reparatur von Glasfaserverbund-Bauteilen – ein Bestandteil der Personalqualifizierung zum FVK-Instandsetzer am Fraunhofer IFAM. Bild: Fraunhofer IFAM

Nachdem bereits durch das Inkrafttreten der DIN 6701 verbindliche Standards für klebtechnische Arbeiten im Schienenfahrzeugbau festgelegt wurden, stehen im Rahmen der DIN 27201 »Zustand der Eisenbahnfahrzeuge – Grundlagen und Fertigungstechnologien« nun für die Instandsetzung von Eisenbahnfahrzeugen ähnliche Regelungen kurz vor der Einführung. Die Faserverbundtechnologie mit ihren Besonderheiten bei Reparatur und Wartung spielt hier neben der Klebtechnik eine entscheidende Rolle. Der voraussichtlich in 2012 erscheinende Teil 13 der DIN 27201 »Instandsetzen von Faserverbund-Bauteilen« enthält daher spezielle Anforderungen sowohl an den Instandhaltungsprozess als auch an die Qualifikation des Personals.

Zur Erfüllung dieser Qualifikationsanforderungen bietet das Fraunhofer IFAM ab 2012 den neuen Lehrgang zum FVKInstandsetzer an. Er richtet sich an Mitarbeiter aus Firmen, die Bauteile aus Faserverbundkunststoffen selbstständig warten, reparieren und bearbeiten. Damit wird das Weiterbildungsangebot des Fraunhofer IFAM strategisch ausgebaut. Es ergänzt die Qualifizierung zum FVK-Praktiker, in der die Grundlagen zur Fertigung von faserverstärkten Kunststoffen und deren Herstellungsverfahren vermittelt werden.

Neben dem Kunststoff-Kompetenzzentrum mit seinen Lehrgängen zum FVK-Praktiker und FVK-Instandsetzer präsentiert auch das Klebtechnische Zentrum des Fraunhofer IFAM sein Qualifizierungsangebot auf der Composites Europe 2011. Dieses Weiterbildungsangebot besteht aus den Qualifizierungen zum DVS®/EWF-Klebpraktiker, zur DVS®/EWFKlebfachkraft und zum DVS®/EWF-Klebfachingenieur.

Die direkte Verknüpfung von Forschung & Entwicklung und professioneller Weiterbildung zeichnet das international anerkannte Personalqualifizierungsangebot des Fraunhofer IFAM aus. Beide Bildungseinrichtungen sind integraler Bestandteil der Fraunhofer Academy und direkt auf die Anforderungen des Marktes zugeschnitten. Das vermittelte Know-how versetzt Betriebe in die Lage, die Potenziale moderner Klebtechnik sowie Faserverbundtechnologie zu nutzen und in eigene zukunftsträchtige Innovationen umzusetzen. Zielgruppe sind Unternehmen unterschiedlichster Branchen wie Transportmittelbau (Automobil, Flugzeug, Schienenfahrzeug, Schiff), Anlagenbau, Energietechnik, Elektro- und Elektronikindustrie, Medizintechnik sowie kunststoffverarbeitende Industrie. Die Lehrgänge werden in Deutsch, Englisch oder mit Übersetzung in die jeweilige Landessprache angeboten.

Schlagworte: Composites Europe 2011

http://www.ifam.fraunhofer.de

http://www.kleben-in-bremen.de

http://www.kunststoff-in-bremen.de

Quelle: Fraunhofer IFAM, Klebtechnik und Oberflächen, D-28359 Bremen

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