Für effizientere Hochleistungs-Elektromotoren: Vacuumschmelze zeigt Blechpakete für bis zu 50 Prozent Drehmomentgewinn bei Elektromotoren

Die Vacuumschmelze GmbH & Co. KG (Hanau) präsentiert auf der diesjährigen Coil Winding in Berlin (4. bis 6. Juni) wieder ihre Rotor- und Statorpakete zur Effizienzsteigerung von Elektromotoren. Am Stand mit der Nummer 2413 in der Halle 2.2 gibt es insgesamt vier Motoren zu sehen, die dank der Kobalt-Eisen-Legierungen aus Hanau einen Drehmomentgewinn von 20 bis zu satten 50 Prozent erreichen.

Darüber hinaus zeigen die Hanauer in diesem Jahr erstmals Pakete, die aus superdünnen Lamellen mit nur 0,05 mm Banddicke aufgebaut sind. Damit unterbietet die VAC ihre bisherige Bestmarke von 0,1 mm nochmals um 50 Prozent. Ausgehend von der üblichen Banddicke von 0,5 mm lassen sich mit dem neuen Rekordwert der VAC die Wirbelstromverluste um den Faktor 100 reduzieren.

Die Legierung der VAC kommt vor allem in permanent erregten Elektromotoren zum Einsatz. Schon im letzten Jahr zeigten die Hanauer an ihrem Stand die Motoren der Firmen drivetek und AMK. Neu hinzugekommen sind auf der diesjährigen Coil Winding Antriebe der ETH Zürich und der Firma Brusa. Im Falle der ETH Zürich sponsert die Vacuumschmelze das AMZ racing team im Rahmen der Formula Student Electric. Die aus 0,1 mm dickem Vacoflux 48 aufgebauten Blechpakete verhelfen dem Motor zu einer Leistung von 35 kW und einem Drehmoment von 32 Nm bei einem Gewicht von unter 5 kg.

Als Pionier und Trendsetter im Bereich der Elektromobilität wurde von der Firma Brusa ein deutlich stärkerer Motor entwickelt. Unter Verwendung von Vacodur 50-Paketen für Stator und Rotor erreicht man eine Maximalleistung von 187 kW und ein sensationelles Drehmoment von annährend 500 Nm. Mit einem Gesamtgewicht von 54 kg ist dieser Hochleistungsmotor prädestiniert für die Rennstrecke oder den Einsatz in Supersportwagen.

Gegenüber klassischem Elektroblech (z.B. M270-35A) bieten spezielle Kobalt-Eisen-Legierungen deutlich höhere Sättigungspolarisationen. Vacoflux 48 und 50 sowie die neue Legierung Vacodur 49 markieren hier mit 2,35 T einen absoluten Spitzenwert aller bekannten weichmagnetischen Werkstoffe. Damit lassen sich Elektromotoren und –generatoren mit maximaler Leistungsdichte realisieren. Daneben werden auch verschiedene Vacodur-Qualitäten eingesetzt. Insbesondere bei großen und/oder schnelldrehenden Motoren sind hier neben der großen Sättigungspolarisation die ausgezeichneten Festigkeitswerte (Streckgrenze 390 bis 800 MPa) für den Einsatz als Rotormaterial von großem Interesse.

Um die ausgezeichneten Werkstoffeigenschaften von CoFe-Legierungen auch in Form eines Blechpaketes zu gewährleisten, fertigt die VAC komplette Rotor- und Statorpakte, wofür bislang Banddicken von 0,1 bis 0,5 mm zur Verfügung standen. Neu und in diesem Jahr auf der Coil Winding erstmalig zu sehen sind die Pakete aus 50 µm-Band, womit die VAC ihre eigene Bestmarke nochmals deutlich unterschreitet. Stückzahlabhängig kommen hierfür unterschiedliche Fertigungstechnologien zum Einsatz: Drahterodieren, Laserschneiden, Einzelnut- sowie Vollschnittstanzen. In Kombination mit den zur Verfügung stehenden Verbindungstechniken Kleben, Schweißen oder Stanzpaketieren entstehen anwendungsoptimierte Lösungen.

http://www.vacuumschmelze.com

Quelle: Vacuumschmelze GmbH & Co. KG, D-63412 Hanau

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