Autonomes Fahren auf CeBIT – mit dem SmartShuttle der Schweizer Post

In Berlin befördert ein autonom fahrender Elektrobus Gäste auf einem Privatgelände, in London liefern fahrende Roboter Essen aus, in den USA transportieren autonome Lkw Bierdosen und in der Schweiz fährt seit Mitte letzten Jahres ein autonomer Shuttle Passagiere durch die Altstadt von Sitten im Kanton Wallis. Im März 2017 können CeBIT-Besucher in Hannover erleben, was in der Schweiz seit einigen Monaten in einem europaweiten Pionierprojekt im öffentlichen Nahverkehr getestet wird: die Fahrt in einem autonomen Shuttle.

Die Schweizerische Post wird im Rahmen des Projekts „SmartShuttle“ mit zwei autonom fahrenden Fahrzeugen Messegäste vom Eingang West 1 quer durch die Halle 13 zur Halle 12 transportieren.

schweizer-postauto
Schweizer Postauto

Die Busse bieten Platz für jeweils elf Personen und erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h. Sie sind mit mehreren Kameras und Sensoren ausgerüstet, die Hindernisse sowie Personen und Gegenstände auf der Fahrbahn erkennen. Die Fahrzeuge bremsen in einem solchen Fall automatisch. Im Fahrzeug sind zwei Nothaltknöpfe und eine Kamera angebracht. In den autonomen Shuttles fährt jeweils eine Begleitperson mit. Sie kann beim Ein- und Aussteigen helfen und im Notfall jederzeit auch manuell das Fahrzeug stoppen.

Im Juni 2016 hat die Schweizerische Post in der Altstadt von Sitten im Kanton Wallis den Testbetrieb der zwei autonom fahrenden „SmartShuttles“ aufgenommen. Die Busse verkehren dort auf einem Rundkurs über eine Strecke von 1 500 Metern und bedienen mehrere Haltestellen. An einer Haltestelle befindet sich ein Bildschirm, auf dem die Position der beiden Fahrzeuge in Echtzeit angezeigt wird. Die Fahrgäste können sich auch mit einer App über die Position der Shuttles informieren. Seit Beginn des Testbetriebs fuhren die beiden „SmartShuttles“ zusammen rund 2 500 Kilometer und transportierten dabei mehr als 14 000 Fahrgäste. Die Testphase dauert noch bis Oktober 2017.

Schreibe einen Kommentar